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08-12-2004 Sachalin
Technische Hilfe Japans für Gebiet Sachalin
Die japanische Regierung will dem russischen Gebiet Sachalin technische Hilfe im Wert von 150 Millionen Yen (rund 1,5 Millionen US-Dollar) für Sozial- und Wirtschaftsreformen zur Verfügung stellen.

Dies geht aus einer Presseerklärung des japanischen Generalkonsulats in der Hauptstadt des Sachaliner Gebiets hervor, der einzigen russischen Inselregion, zu der neben der Insel Sachalin noch Kurilen gehören.

In diesem Zusammenhang wird am Dienstag in Moskau ein Austausch von Verbalnoten zwischen der japanischen Botschaft und dem russischen Außenministerium stattfinden. In Juschno-Sachalinsk unterzeichneten der Generalkonsul Natsui Shigeo und der Sachalin-Gouverneur Iwan Malachow am Dienstag ein entsprechendes Exekutivabkommen.

Das Programm der „unentgeltlichen" technischen Hilfe beruht auf dem bilateralen Regierungsabkommen von 1998 über bilaterale Zusammenarbeit bei der Bewirtschaftung biologischer Meeresressourcen im Raum der Südkurilen, verlautet aus der Gebietsverwaltung.

Das Dokument gewährt japanischen Fischern das Recht, Fisch und andere Meeresprodukte in der russischen Wirtschaftszone nahe der Inseln Iturup, Kunaschir, Schikotan und der Kleinen Kurilen-Kette (japanisch: Archipel Habomai, unweit von der nordjapanischen Stadt Hokkaido) zu fangen.

(Es sei gesagt, dass diese Inseln gemeinsam mit den übrigen Kurilen nach dem russisch-japanischen Vertrag von 1875 unter japanischer Hoheit standen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg fielen sie im Jahr 1946 offiziell an die Sowjetunion, welche die Übernahme der Kurilen zur Bedingung für ihren Einstieg in den Krieg gegen Japan gemacht hatte).

Im Gegenzug stellte Japan dem Gebiet Sachalin statt direkter Geldüberweisung technische Hilfe in Aussicht. Zuerst hatte Tokio auf Bitte der Gebietsverwaltung Sachalin verschiedene Technik für Betriebe des Brennstoff- und Energiekomplexes geliefert.

Diesmal werden die Gelder erstmals auf das Konto der Sachaliner Filiale der Michinoku Bank überwiesen werden, damit die Gebietsverwaltung selbständig Technik und Ausrüstung für die Zwecke der regionalen Wirtschaft kaufen kann, und zwar nicht nur in Japan, sondern auch in Russland und anderen Ländern, hieß es weiter. (RIA)