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07-02-2005 Sachalin
Sachalin protestiert gegen Ansprüche Japans auf Kurilen
Eine Kundgebung gegen die Ansprüche Japans auf die südlichen Kurilen-Inseln hat am Montag in Juschno-Sachalinsk stattgefunden.

Die etwa 100 bis 150 Teilnehmer der behördlich genehmigten Protestaktion versammelten sich vor dem Gebäude Michinoku Building, in dem sich das japanische Generalkonsulat, Vertretungen großer japanischer Firmen und das Büro des Fernsehsenders NHK befinden.

"Unsere Aktion findet anlässlich der ‚Tage der nördlichen Territorien' statt, die Japan auf offizieller Ebene durchführt, denn unter diesen Territorien sind die südlichen Kurilen zu verstehen", sagte der Abgeordnete der Gebietsduma Sachalin, Sergej Ponomarjow.

An der Protestaktion nahmen Aktivisten der Jugendorganisation "Molodjoschnoje jedinstwo" ("Einigkeit der Jugend"), Mitglieder der Sachaliner Kosaken-Gemeinschaft und der gesellschaftlichen Organisation "Für die Untrennbarkeit der ostrussischen Gebiete" teil.

Das ist bereits die vierte solche Kundgebung vor dem japanischen Generalkonsulat in Juschno-Sachalinsk.

In Tokio begann am Montag ein Kongress der "Bewegung für die Rückgabe der nördlichen Territorien". Der 7. Februar gilt in Japan offiziell als "Tag der nördlichen Territorien", wie die Japaner die Inseln Iturup, Kunashir, Shikotan und die Habomai-Gruppe nennen.

In seiner Botschaft an die Teilnehmer des Kongresses erklärte der japanische Premier Junichiro Koizumi, dass eine strategische Partnerschaft zwischen Russland und Japan, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht, erst Realität werden könne, nachdem die Zugehörigkeit der vier südlichen Inseln der Kurilen-Kette geklärt und ein Friedensvertrag abgeschlossen ist.

Hierbei gab Koizumi zu: "Bei der Lösung des territorialen Problems sind wir nicht weit vorangekommen", obwohl "sich die japanisch-russischen Beziehungen dynamisch entwickeln."

In diesem Jahr jährt sich die Unterzeichnung des in der Geschichte beider Staaten ersten Vertrages über gute Nachbarschaft zum 150. Mal. Am 7. Februar 1855 wurden die russisch-japanischen Verhandlungen in Shimoda mit der Unterzeichnung des Vertrages von Shimoda abgeschlossen. Dieses diplomatische und Handelsdokument begann mit den Worten: "Von nun an wird es dauerhaften Frieden und aufrichtige Freundschaft zwischen Russland und Japan geben". (RIA)