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10-02-2005 Sachalin
Shell ist bereit, mit dem Rechnunsghof bei der Überprüfung des Projekts Sachalin-2 zusammen zu arbeiten
"Ich werde mit Vergnügen mit den Wirtschaftsprüfern arbeiten, ihrer Meinung Gehör schenken und ihre Forderungen erfüllen", erklärte John Barry, Chef des Konzerns in Russland, auf einer Pressekonferenz.

Seinen Worten nach hatte die Überprüfung durch den Rechnungshof im Juli begonnen und ging im November 2004 zu Ende. "Wir haben /den Wirtschaftsprüfern/ die gesamte notwendige Dokumentation zur Verfügung gestellt und werden mit Vergnügen die Zusammenarbeit fortsetzen", sagte Barry.

Die Zeitung "Wedomosti" teilte am Mittwoch mit, dass der Rechnungshof die Überprüfung des Projekts Sachalin-2 beendet hat und dabei zu dem Schluss gekommen ist, dass dem Haushalt der RF im Ergebnis des Product-Sharing-Abkommens ein Schaden in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar zugefügt worden war. "Wir meinen, dass die Investoren dem Staat den Schaden ersetzen sollen", zitiert die Ausgabe den Wirtschaftsprüfer des Rechnungshofes Michail Beschmelnizyn.

Der Wirtschaftsprüfer berichtete der Zeitung auch noch, dass der Rechnungshof der Regierung empfiehl, eine Sondersitzung über die Entwürfe der Product-Sharing-Abkommen abzuhalten und die für die Vorbereitung und Unterzeichnung des Abkommens zu Sachalin-2 verantwortlichen Amtspersonen zu bestimmen. Das Kontroll- und Rechnungsorgan richtete einen Informationsbrief auch an die Generalstaatsanwaltschaft.

Ein Product-Sharing-Abkommen sieht die Befreiung der Investoren von der Entrichtung des Großteils der Steuern, ausgenommen die Gewinnsteuer, vor. Der Investor ist seinerseits verpflichtet, dem Staat einen Teil seiner Erzeugnisse zu überlassen, aber nur, nachdem er alle Ausgaben auf Kosten des Rohstoffabsatzes gedeckt hat.

Das Produkt-Sharing-Abkommen zu Sachalin-2 wird seit 1994 umgesetzt. Der Operator des Projekts ist die AG Sakhalin Energy. Anteile daran haben: Royal Dutch/Shell /55 Prozent/, Mitsui /25 Prozent/ und Mitsubishi /20 Prozent/ (RIA)