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22-02-2005 Sachalin
Das belgische Schiff Christoph Kolumbus wird auf Sachalin verwertet
Das belgische Schiff Christoph Kolumbus wird auf Sachalin verwertet. Wie RIA Nowosti am Dienstag in der örtlichen Verwaltung des Katastrophenschutzministeriums im Cholmski-Rayon erfuhr, gestand der Schiffseigentümer, die Europäische Gesellschaft für Unterwasserbaggerung, ein, dass es unmöglich ist, den Bagger wieder flott zu machen.

Er war nahe der Hafenstadt Cholmsk auf einer Sandbank aufgelaufen.

"Am 23. Februar kommen Firmenvertreter aus Japan, Korea und den USA nach Juschno-Sachalinsk, um sich an der Ausschreibung zur Verwertung des Schiffes zu beteiligen", berichtete der Leiter der Verwaltung, Oberst Michail Sitnikow.

Das Schiff hatte während eines starken tropischen Taifuns über Sachalin Anfang September vorigen Jahres auf einer Sandbank aufgesetzt. Alle Schiffe waren nach Erhalt der Sturmwarnung aus dem Hafen von Cholmsk in den Tatarischen Sund ausgelaufen. Nur der Kapitän der Christoph Kolumbus missachtete die Anordnung der Hafenbehörden.

Durch die Winterstürme vergrößerte sich das Leck an der linken Bordwand bis auf 30 Meter Länge und 2 Meter Breite. Die Bergungsarbeiten blieben erfolglos. Geplant waren zwei Operationen zur Bergung. Die erste sah eine Vertiefung des Meeresgrundes, die Schaffung eines künstlichen Dammes und die Anhebung der Wasseroberfläche vor. Doch die 60 Tonnen Grund, die für den Bau des Dammes herangebracht wurden, wurden durch die Herbststürme weggespült.

Danach planten die Schiffseigner, das Baggerschiff durch einen mächtigen Schlepper von der Sandbank zu bugsieren. Der Schlepper kam im Dezember speziell aus Singapur. Doch auch diese Operation blieb ergebnislos, und im Januar wurden alle Arbeiten abgebrochen.

Dennoch muss die Christoph Kolumbus so schnell wie möglich geborgen werden. Der Grund, der um das Schiff herum aufgeschüttet worden war, wurde durch das Wasser unterspült und setzt sich in der städtischen Kanalisation fest.

Der Generaldirektor von Sachalinremflot, Anatolij Moisejew, in dessen Gebiet sich das verunglückte Schiff befindet, sagte, dass ihr Betrieb vor zwei Wochen schon durch Wasser überschwemmt worden sei, wonach das Rohrsystem gereinigt werden musste. Doch mit Frühlingsbeginn wird sich die Lage erheblich verschlechtern, denn dann überfluten die Tau- und Kanalisationswässer den Primorskij Boulevard. (RIA)