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28-03-2005 Sachalin
Sachalins Japaner können in ihre historische Heimat zurückkehren
Japan sei bereit, den Japanern, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf Sachalin geblieben seien, bei der Übersiedlung in die historische Heimat zu helfen.

Wie aus dem Pressedienst des Komitees für internationale, interregionale und Außenhandelsbeziehungen des Gebiets Sachalin verlautet, sei das von Hirabayashi Yoshiaki, Leiter einer Delegation des Departements für Planung sowie Unterstützung der Kriegsopfer in der Verwaltung für soziale Wohlfahrt des japanischen Gesundheitsministeriums, bei seinem Besuch auf Sachalin erklärt worden.

"Die Regierung Japans ist bereit, zur Rückkehr der Japaner zwecks ständigen Wohnens auf den Japanischen Inseln beizutragen", sagte Yeshiaka.

Wie er weiter ausführte, könne Japan, falls es notwendig sein sollte, den auf Sachalin lebenden Japanern zu Reisevisa verhelfen sowie für die Transportkosten aufkommen.

Auf Sachalin leben 380 Japaner. Die Delegationsmitglieder hatten die Absicht, sich im Rahmen des Besuches über die Lebensbedingungen ihrer Landsleute zu informieren sowie ihnen die Frage zu stellen, ob sie heimzukehren wünschten.

Im Gebiet Sachalin der Russischen Föderation bestehe eine Gesellschaft der Japaner, die sich hier nach dem Krieg niederließen, wurde im Pressedienst mitgeteilt. Doch seien in den vergangenen Jahren viele Mischehen hinzugekommen, und viele Japaner haben nun die russische Staatsangehörigkeit. Sollte sich also die Frage nach der Übersiedlung der Japaner und ihrer Angehörigen in die Heimat erheben, so solle sie entsprechend einem Verfahren gelöst werden, das sowohl von der russischen als auch von der japanischen Gesetzgebung festgelegt sei, präzisierte der Gesprächpartner der RIA Nowosti.

Nach Russlands Niederlage im Russisch-Japanischen Krieg von 1904 - 1905 ging Südsachalin an Tokio über. Im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges wurde es wieder an die Sowjetunion angeschlossen. (RIA)