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14-05-2005 Sachalin
Epopöe der "Cristoforo Colombo" auf Sachalin geht ihrem Ende zu
Auf Sachalin, eine Insel im Ochotskischen Meer, begann die Verwertung des havarierten belgischen Schiffes "Cristoforo Colombo". Das wurde am Samstag bei der Administration der Hafenstadt Cholmsk mitgeteilt, die an der Westküste von Sachalin liegt.

Der Schwimmbagger "Cristoforo Colombo", der einem europäischen Unternehmen für Baggerarbeiten gehört, fuhr am 8. September 2004 während des starken Taifuns "Songda" über Sachalin auf eine Sandbank auf. Dabei entflossen aus seinen beschädigten Tankbehältern etwa 200 Tonnen Heizöl und Dieselkraftstoff ins Meer und an die Küste.

Nach einem Gutachten der Naturschutz-Staatsanwaltschaft des Gebiets Sachalin ignorierte der Kapitän des Schiffes, Nicolas Verbraken, die Forderung der Hafenbehörden, in hohe See auszulaufen, denn die Bucht von Cholmsk ist während des Sturms keine sichere Unterkunft.

Danach wurden einige erfolglose Versuche unternommen, den Schwimmbagger flottzumachen, der im Auftrag der Gesellschaft Energy Sakhalin Arbeiten bei der Verlegung einer maritimen Rohrleitung vom Schalinschelf durchführen musste. Ein halbes Jahr später traf der Schiffseigentümer eine Entscheidung über die Verwertung der "Cristoforo Colombo", denn sogar ein leistungsstarker Ozeanschlepper, der speziell aus Singapur gebracht wurde, konnte sie nicht von Steinen abbringen.

Der Auftragnehmer eines Projekts zur Verwertung des Schiffes ist die Gesellschaft Sachalinremflot. Geplant ist, auch einige andere russische Auftragnehmer bei dieser Arbeit heranzuziehen. Denn es ist notwendig, das Ufer wieder zu befestigen sowie den Küstenstreifen wiederherzustellen und zu rekultivieren.

Gegen den Kapitän der "Cristoforo Colombo" wurde ein Strafverfahren wegen der Meeresverschmutzung eingeleitet. Nach Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 100 000 US-Dollar kehrte Verbraken in die Heimat zurück. (RIA)