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28-09-2006 Sachalin
Putin distanziert sich vom Sachalin-2-Skandal
"Die Situation um Sachalin-2 haben wir nicht erörtert." Das erklärte Juri Trutnew, russischer Minister für Naturnutzung, am Mittwoch nach seinem Treffen mit Präsident Wladimir Putin vor Journalisten.

Schwer zu glauben, dass das Ereignis, das in den letzten Tagen einen internationalen Skandal ausgelöst hat, bei dem Treffen nicht behandelt wurde, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Donnerstag. "Wie dem auch sei: Putin zeigte offen sein Anliegen, sich vom Sachalin-2-Thema rauszuhalten - wenn auch nur für eine gewisse Zeit."

Das Treffen in der Präsidentenresidenz Botscharow Rutschej am Schwarzen Meer fand einen Tag nach der spektakulären Erklärung des Ministers statt, dem Sachalin-2-Betreiber Sakhalin Energy drohe ein Lizenzentzug, was für das Unternehmen Verluste in Höhe von zehn Milliarden Dollar bedeuten würde.

Wie Trutnew weiter ausführte, sind die Verstöße des Betreibers gegen die Öko-Regelungen sehr beträchtlich. "Einerseits geht es um die Umweltbelastung, und zwar sowohl für die Waldbestände als auch für das Gewässer und für das Meer. Andererseits wurden während der Projektrealisierung bereits potentielle Bedingungen für eine Zerstörung der Ölpipeline geschaffen." Unter anderem seien die Erdbeben- und die Schlammgefahr nicht berücksichtigt worden.

Von Journalisten darauf angesprochen, ob ein Lizenzentzug bei Sakhalin Energy wirklich möglich sei, erklärte Trutnew: "Das hängt vom Projekt-Betreiber selbst ab." [ RIA Novosti ]