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24-10-2006 Sachalin
Sachalin-2-Projekt: Minister Trutnew begutachtet Umwelt
Der russische Minister für Naturressourcen, Juri Trutnew, besucht vom 24. bis 26. Oktober das Gebiet Sachalin, um sich über die Kontrollergebnisse über die der Einhaltung der Umweltgesetze bei der Umsetzung des Sachalin-2-Projektes zu informieren.

Das Projekt sieht die lizenzierte Erschließung der Öl- und Gasvorkommen Piltun-Astochski und Lunski am Schelf der fernöstlichen Insel Sachalin vor.

Da die Umweltschutzaufsicht (Rosprirodnadsor) bei mehreren Kontrollen eine Reihe von Verstößen gegen die Umweltschutzgesetze bei der Umsetzung des Sachalin-2-Projektes entdeckt hatte, wurde vom Ministerium für Naturressourcen das positive Gutachten des staatlichen Amts für Umweltgutachten zum Sachalin-2-Projekt rückgängig gemacht.

Wie der Pressedienst des Ministeriums verlauten ließ, hält Trutnew in Neftejugansk eine Beratung ab, die der Erfüllung der Lizenzabkommen und der Forderungen von Umweltschutzgesetzen bei der Erschließung der Rohstoffe in Sibirien gewidmet sind.

Der Minister wird auf seiner Reise von den Chefs beziehungsweise von den leitenden Mitarbeitern der Umweltschutzaufsicht und des Föderalen Dienstes für die Ressourcennutzung (Rosnedra) sowie der Generalstaatsanwaltschaft begleitet. Auch die Mitarbeiter des Bevollmächtigten des russischen Präsidenten in den Föderalen Bezirken Sibirien und Fernost sowie Topmanager der Unternehmen Gasprom, Lukoil, Rosneft, Surgutneftegas und Russneft gehören zur Gruppe.

Wie der Minister zuvor sagte, schließe er ernsthafte Sanktionen gegen den Betreiber des Sachalin-2-Projektes, Sakhalin Energy, nicht aus.

"Wenn das Unternehmen einen ausführlichen Plan für die Beseitigung der Umweltschäden vorlegt und wir diesen Plan akzeptieren, wäre es dann nicht zweckmäßig, das Projekt zu stoppen. Sollten keine solchen Maßnahmen getroffen werden, werden möglicherweise Sanktionen angewendet", sagte Trutnew.

Das Produktteilungsabkommen zum Sachalin-2-Projekt war am 22. Juni 1994 unterzeichnet worden. Der russische Staat war dabei mit der Landesregierung und mit der Verwaltung des Gebietes Sachalin vertreten. Die Betreiber sind das britisch-niederländische Unternehmen Royal Dutch Shell (55 Prozent) und die japanischen Firmen Mitsui (25 Prozent) und Mitsubishi (20 Prozent).

Die leicht gewinnbaren Vorräte der Vorkommen Piltun-Astochskoje und Lunskoje werden auf 150 Millionen Tonnen Erdöl und 500 Milliarden Kubikmeter Gas geschätzt. Vorgesehen ist der Bau eines Werkes zur Verflüssigung von Erdgas mit einer Jahreskapazität von 9,6 Millionen Tonnen. [ RIA Novosti ]