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07-02-2007 Sachalin
Russisches Militär sucht nach verlorenen radioaktiven Energieanlagen
Das russische Verteidigungsministerium wird die Suche nach den beiden Radioisotopen-Anlagen (RTG) fortsetzen, die vor Jahren bei einem Unfall nahe der Pazifik-Insel Sachalin versenkt worden sind, sagte der russische Vizepremier und Verteidigungsminister Sergej Iwanow am Mittwoch in der Staatsduma.

1997 hatten zwei Hubschrauber, die radioaktive Energieanlagen transportierten, bei einem Unfall die Anlagen ins Meer abgeworfen, berichtete der russische Rundfunksender Echo Moskaus. Beide Energieanlagen enthielten Strontium-90 und waren für Leuchttürme bestimmt. Die Suche war bis jetzt ergebnislos.

Iwanow warnte davor, die Gefahr zu übertreiben. Das Verteidigungsministerium habe mehrere Suchaktionen organisiert. Dennoch konnten die Anlagen nicht gefunden werden, weil die Hubschrauberpiloten, die die Anlagen abgeworfen hatten, damals keine genauen Koordinaten angegeben hatten, sagte er.

Der Hersteller der beiden Energieanlagen versichert, dass die Radioaktivität frühestens in 100 Jahren nach außen dringen könne, so Echo Moskaus. Für die Einwohner von Sachalin sind diese Versicherungen nicht sehr tröstend. Die gefährlichen Strahlungsquellen auf dem Meeresgrund erregen bei ihnen nach wie vor Besorgnis. [ RIA Novosti  / russland.RU ]