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27-01-2009 Sachalin
Ölpest tötet hunderte Vögel auf Sachalin-Insel
Eine Ölpest hat in einem international bedeutsamen Naturschutzgebiet auf der russischen Sachalin-Insel hunderte Vögel getötet. Unter den getöteten Tieren seien Trottellummen, Enten und Sturmtaucher, sagte ein Sprecher des Tauchzentrums auf der Insel am Montag einer russischen Nachrichtenagentur.




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Auf einer Strecke von drei Kilometern sei der Strand mit ölverschmierten Vogelkadavern übersät. Nun befürchteten Naturschützer, dass die toten Vögel bedrohte Seeadler anlocken könnten, die an den ölverschmutzten Kadavern zu ersticken drohten. Die seltenen Stellers-Seeadler gehören zu den größten Attraktionen für Naturliebhaber auf der Insel.

Die Ölpest verschmutzte die Aniwa-Bucht in sechs Kilometer Entfernung von einer im Bau befindlichen Flüssiggasanlage auf Sachalin. Offenbar sei sie von einem Öltanker ausgelöst worden, der am Sonntag an der Anlage angelegt habe, sagte der Tauchzentrumssprecher. Die Firma Sachalin Energy, die das Flüssiggasprojekt betreibt, wies den Vorwurf zurück. Es habe "keinen einzigen Vorfall" im Zusammenhang mit Öllecks gegeben, sagte ein Sprecher.

Die Sachalin-Insel ist für ihren Wildreichtum bekannt. Zahlreiche Bären, Wildlachse, Seevögel und auch Wale leben in der Region. Sachalin Energy hatte sich verpflichtet, bei der Ausbeutung der Rohstoffreserven der Insel den Umweltschutz zu beachten.