Städtereise durch Moskaus unterirdische Paläste

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Die Moskauer Metro überzeugt nicht nur durch ihre preiswerte und schnelle Art. Einige ihrer Stationen gehören zu den beeindruckendsten Untergrundbauten der Welt. Eine Städtereise durch Moskau kann daher auch etwas unkonventioneller aussehen.

Moskau liegt mitten im europäischen Teil Russlands und direkt an der Moskwa. Dank ihrer Bauten erscheint die russische Hauptstadt zugleich majestätisch, extravagant und dynamisch, aber zuweilen auch recht hektisch, was besonders zu den Hauptverkehrszeiten beobachtet werden kann. Während sich Busse, Taxen und Autos auf den Hauptstraßen oder den zehn Boulevards auf dem neun Kilometer langen Ring um das Zentrum herum plagen, nutzen die meisten Menschen die berühmte Moskauer Metro. Das preiswerteste, pünktlichste und sicherste Verkehrsmittel der Stadt verfügt über prachtvolle Stationen, die von insgesamt zwölf Linien im Minutentakt befahren werden.

Der Bau der Moskauer Metro begann am 7. November 1931 – Jahrestag der Oktoberrevolution. Tausende Soldaten, Bauarbeiter und Freiwillige unterstützten Josef Stalin in seinem ständigen Duell mit dem Westen, die beste U-Bahn der Welt zu erschaffen. Mit einer Streckenlänge von bis zu 45,1 Kilometern und den prunkvoll gestalteten Stationen wurden hier wahre „Paläste der Arbeiterklasse“ erschaffen, wie Stalin sie nannte. Bemerkenswert ist aber auch die Tiefe der Stationen, die bis zu 84 Metern unter der Erde liegen. Auf Grund der Tiefe, ihres Alters und der damit verbundenen geringen Anzahl an Aufzügen kann sich die Moskauer Metro allerdings als problematisch für Menschen mit Behinderungen herausstellen. Wer dieses Hindernis überwindet, kommt dafür unter Anderem in den Genuss der einstmals längsten Rolltreppen der Welt im Park Pobedy mit einer Länge von 126 Metern. Mit König Tours können Sie diese faszinierende Welt der Moskauer Metro entdecken.

Sehenswerte Stationen

Der russische Dichter Wladimir Majakowskij (1893-1930) ist Namensgeber der Station Majakowskij. Wer die Moskauer Metro hier betritt, kann die über 30 Kuppelmosaiken zur sowjetischen Luftfahrt bewundern. Die hellen Marmorsäulen und der rostfreie Edelstahl lassen die gesamte Station erstrahlen. Erwähnenswert ist auch der Flüsterbogen, in dem selbst leise gesprochene Worte noch deutlich auf der anderen Seite zu hören sind. Architekt Alexej Duschkin wurde für sein Werk auf der New Yorker Weltausstellung 1938 hierfür mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Ebenfalls von Alexej Duschkin gestaltet, ist die Station Kropotkinskaya, die sowohl 1937 bei der Pariser Weltausstellung, als auch 1958 während der Expo in Brüssel mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde. Die klaren Linien und Farben und der heller Marmor an den Wänden sollen eine Hommage an den Tempel von Amun-Re darstellen.

Die Station Komsomolskaya gilt als eine der schönsten Stationen der Moskauer Metro. Mehrere Bahnsteige erstrecken sich auf zwei Ebenen und sind mit acht Goldmosaiken, verschiedenen Kronleuchtern und vielen hellen Marmorsäulen geschmückt. An der Decke erstrecken sich mit Stuck verzierte Rundbögen, die von acht Monumentalmosaiken begleitet werden. Die abgebildeten Szenen der russischen Geschichte bestehen aus jeweils 300.000 Teilen.

Tribut an die sowjetischen Helden

Nicht minder bewundernswert ist die Station Ploshchad Revolyutsii – der „Platz der Revolution“. Hier stehen 76 lebensgroßen Bronzefiguren, die die Menschen darstellen, die den Aufstieg der Sowjetunion ermöglicht haben: vor allem Arbeiter, Soldaten, Matrosen und Sportler, aber auch eine Mutter mit ihrem Kind. Besonders beliebt ist die Statue „Soldat mit Hund“, es soll schließlich Glück bringen, die Nase des Hundes zu reiben.

Die Station Arbatskaya wurde im zweiten Weltkrieg durch deutsche Bomben stark beschädigt und später erneut aufgebaut. Die von oben erkennbare Form des Sowjetsterns ist das Markenzeichen des charakteristischen roten Eingangspavillon am Arbatskaya Platz. Mit 250 Metern sind die Gleise hier die zweitlängsten der gesamten Moskauer Metro.

Moskaus Metro Museum

Im Metro Museum an der Station <b>Sportiwnaja</b> kann man sich zudem mit der Geschichte und der Technik der Moskauer Metro genauer auseinandersetzen. Die Moskauer Metro gehört bis heute zu den sichersten U-Bahnen der Welt. So sicher, dass einige während des zweiten Weltkrieges sogar als Luftschutzbunker genutzt wurden. Heute sorgen zahlreiche Polizeistationen selbst im größten Trubel für einen reibungslosen Ablauf. Das ist auch nötig, denn täglich nutzen über neun Millionen Menschen die Metro – sie ist somit nach Tokio die meistbefahrene U-Bahn der Welt. Wer die Metrostationen genauer besichtigen möchte, sollte die Hallen daher nicht zu den Hauptstoßzeiten besuchen. Moskau ist nun mal wie seine Metro: dynamisch, majestätisch und etwas hektisch. Einen Besuch des Museums und der Moskauer Metro bieten die Städtereisen von König Tours an.

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