Syrien: Ein Krieg aus energiepolitischen Gründen

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[Thomas Pany] Robert F. Kennedy Jr: Der Regime-Change war lange geplant und ist typisch für US-Interessen im Nahen Osten

In der US-amerikanischen Öffentlichkeit werde der Krieg in Syrien falsch dargestellt. Wenn Druck auf eine stärkere Intervention der USA gemacht werde, um die Opposition zu unterstützen, gehe es nicht um „humanitäre Motive“. Der IS sei mit kräftiger Unterstützung amerikanischer Geheimdienste und amerikanischer Politik zu dem geworden, was er ist.

Die Argumente sind nicht neu. Überraschend ist, wer sie nun vertritt: Robert F. Kennedy Jr.. Den Sohn von Bobby Kennedy und Neffen von John F. Kennedy kann man nicht als Teil der „russischen Propagandamaschine“ abtun. In einem längeren Artikel, erschienen im Online-Magazin Politico versucht Kennedy die Frage zu beantworten, warum „die Araber uns nicht in Syrien haben wollen“. Seine kurze Antwort darauf lautet: „Sie hassen uns nicht wegen unserer Freiheitsideen, sondern weil wir unsere Ideale in ihren Ländern verraten haben – wegen Öl.“

CIA-Pfuschaktionen und Blowbacks

Es steckt eine Ungenauigkeit im Titel – Saudi-Arabien würde US-Truppen schon in Syrien haben wollen, Außenminister al-Jubeir wartet darauf – , aber Kennedy Jr. hat nicht die Regierungen im Blick, sondern das in arabischen Ländern verbreitete Ressentiment gegen die USA. Das, so erklärt er anhand einiger mit Familien-Insider-Flair („mein Großvater, mein Onkel“) ergänzter Stationen, habe mit einer langen Geschichte von US-Regime-Change-Interventionen in arabische Staaten zu tun. Besonders im Irak und in Syrien.

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Eine Übersetzung großer Teile des Kennedy-Artikels finden Sie hier (ohne Gewähr)