Wieso sich die großen Rating-Agenturen aus Russland zurückziehen

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[Von Simon Schütt/Ostexperte.de] – Moody’s geht. Fitch vielleicht auch. Und Standard & Poor’s (S&P) überlegt es sich ebenfalls. Die drei großen amerikanischen Rating-Agenturen planen wegen einer Gesetzesänderung ihren Rückzug aus Russland.

Am 9. März kündigte Moody’s an, die russische Tochtergesellschaft Moody’s Interfax Rating Agency (MIRA), ein Joint Venture mit der Nachrichtenagentur Interfax, werde im Laufe des Jahres aufgelöst. Künftig würden keine nationalen Bonitätsnoten mehr vergeben. Internationale Ratings für Russland werden aber weiter vergeben. 12 Jahre war das Unternehmen auf dem russischen Markt tätig.

Strenge Auflagen machen den amerikanischen Bewertern die Arbeit schwer

Grund dafür ist wohl eine Gesetzesänderung, die zu Beginn des nächsten Jahres in Kraft tritt. Sie sieht für Rating-Agenturen in Russland strengere Auflagen vor. Eine davon ist, dass aus „politischen Gründen“ die Kreditwürdigkeit nicht herabgestuft werden darf. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund der Sanktionen von EU und USA schwierig.

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